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Welche Maßnahmen des Schutzes vor Fluglärm sind schon umgesetzt? Und welche Möglichkeiten gibt es noch, die man umsetzen könnte, bevor man anfängt, den Fluglärm zu verschieben?

Beim aktiven Schallschutz[1] am Standort Frankfurt wurde in der Vergangenheit bereits viel entwickelt und umgesetzt. National und international ist der Flughafen Frankfurt einer der im Schallschutz aktivsten Standorte.

Anzuführen sind hier beispielsweise das 1. Maßnahmenpaket (2010), die Allianz für Lärmschutz (2012) und nun das Programm für Aktiven Schallschutz (2018). Hinzu kommen verschiedene umgesetzte Einzelmaßnahmen, etwa die Lärmpausen. Allein das Programm für Aktiven Schallschutz enthält siebzehn Maßnahmen, mit denen kurz-, mittel- oder langfristig die Zahl der Lärmbetroffenen minimiert werden soll. Einige davon sind direkt umsetzbar, wie AMTIX kurz, andere liegen im Bereich der Forschung und Entwicklung, etwa die Untersuchung verschiedener Startverfahren. Als Teil des Programms für Aktiven Schallschutz können beispielsweise auch Landungen auf das Parallelbahnsystem seit März 2017 mit 3,2 Grad Anflugwinkel durchgeführt werden. An anderen Stellen wurden Maßnahmen initiiert, um die Spurtreue bei Abflügen deutlich zu verbessern (ausführlicheres dazu auf der Internetseite der Expertengruppe Aktiver Schallschutz: Bericht 1. Maßnahmenpaket[2], Allianz für Lärmschutz, Bericht Maßnahmenprogramm für Aktiven Schallschutz[3]). Da Maßnahmen des aktiven Schallschutzes sich teilweise gegenseitig beeinflussen, wird jeweils geprüft, ob dies bei der jeweiligen Maßnahme der Fall ist. Ggf. muss abgewogen werden, welche Maßnahme den größeren Vorteil bietet.

Die Empfehlung der nun vorliegenden Maßnahmen basiert auf einem ausführlichen Prozess, in dem Fachleute verschiedenste Vorschläge miteinander verglichen, geprüft, weiterentwickelt und schlussendlich Empfehlungen abgegeben haben. Alle nun vorliegenden Empfehlungen für lärmverlagernde Maßnahmen, wurden aufgrund der eindeutig positiven Wirkungsbilanz getroffen. Dies gilt auch für AMTIX kurz.


[1] Der aktive Schallschutz setzt direkt bei der Lärmquelle an. Dazu gehört zum Beispiel das Bestreben, Flugzeuge leiser zu machen. Andere Maßnahmen des aktiven Schallschutzes zielen darauf ab, lärmärmere An- und Abflugverfahren zu entwickeln oder die Flugzeuge so umzuleiten, dass weniger Lärm bei den Anwohnern ankommt.
[2] https://www.aktiver-schallschutz.de/publikationen/broschueren-und-berichte/
[3] https://www.umwelthaus.org/download/?file=bericht_2._massnahmenprogramm_aktiver_schallschutz.pdf


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