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Probebetrieb und Messungen

Beim Thema „Probebetrieb/­Monitoring“ geht es darum, eine mögliche Umsetzung der Verlagerung von AMTIX-kurz messtechnisch sowie z.B. durch Auswertung von Flugspuren zu begleiten. In erster Linie soll überprüft werden, ob die für den Fall einer Verlagerung der Route getroffenen Annahmen und Zielsetzungen in der Realität eintreten. Eine solche Auswertung des Probebetriebs ist Voraussetzung für die Beratung und ggf. Empfehlung der Fluglärm­­kommission zur Überführung der Maßnahme in den Regelbetrieb.

Sollte es nach Abschluss der Konsultation eine Empfehlung von FFR und FLK für einen in der Regel einjährigen Probebetrieb geben und diese von den zuständigen Stellen beschlossen werden, würden die Auswirkungen der Flugroutenverschiebung erfasst (Monitoring):

  • Mit Hilfe der erfassten Radarspuren wird der Verlauf der einzelnen Flüge in der Horizontale (welche Siedlungen wer­den überflogen, werden die Kurven eingehalten?) und in der Vertikalen (welche Flughöhe wird erreicht) erfasst. Diese Phänomene sind über beliebige Zeit beobachtbar, hier gibt es keine technischen Einschränkungen.
  • Mit Hilfe von Lärmmessungen wird die Veränderung des Fluglärms an ausgewählten Standorten untersucht (treten die berechneten Entlastungen bzw. Belastung auch auf?) Messungen werden nur über einen begrenzten Zeitraum durchgeführt, da man nicht beliebig viele mobile Messstationen betreiben kann.
    Nach einer definierten Zeitspanne (üblicherweise ein Jahr) wird Bilanz gezogen, ob die Prognosen ein­treffen. Nach der entsprechenden Zeit wird eine Entscheidung über den Fortbestand der Route oder ein Zurückgehen auf den Ausgangszustand getroffen.

Es gibt drei Orte, an denen in den letzten Monaten die Lärmbelastungen unter der derzeitigen Abflugroute gemessen wurde: In Darmstadt-Arheilgen, in Darmstadt-Wixhausen und in Erzhausen. Die Messberichte stehen hier zum Download bereit. Mitglieder der beiden Konsultationsgruppen äußerten den Wunsch, dass auch in etwas weiter vom Flughafen entfernten Kommunen gemessen wird, damit auch nachgeprüft werden kann, ob sich die Veränderungen durch eine Verlegung von Flugrouten im prognostizierten Rahmen bewegen.


Messungen und Berechnungen

Im Rahmen der Konsultation wurde vielfach gefordert, dass man die errechneten Lärm­effekte direkt mit Messungen vergleicht. Ein direkter Vergleich ergibt jedoch wenig Sinn: Bei Messungen werden z.B. nie alle Flugbewegungen erfasst und es ist unwahrscheinlich, dass der Flugverkehr während der Messung exakt dem Verkehrsszenario, das in der Berechnung unterstellt wurde, entspricht. Deswegen stimmen Berechnungen und Messungen nie genau überein.

Wichtig ist, dass man das Ausmaß an Be- bzw. Entlastungen, dass man mit Berechnungen prognostiziert hat, anhand der Messungen nachvollziehen kann. Man vergleicht also Differenzen:

Messung vorher minus Messung nachher

sollte vergleichbar sein zu

Berechnung vorher minus Berechnung nachher


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